Aufruf zur 22. Lichterkette
27. Januar 2020 · 18 Uhr

Für ein gewaltfreies Miteinander, gegen Antisemitismus und Rassismus

Aufruf zur Teilnahme an der 22. Lichterkette mit anschließender Gedenkveranstaltung in der alten Pfarrkirche Pankow anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz

Hinweis: Bitte Kerzen mitbringen!

18 Uhr

Ehemaliges jüdisches Waisenhaus Pankow, Berliner Straße 120/121
Es sprechen:
Sören Benn, Bezirksbürgermeister
Jana Ringer, JuP Pankow
Matthias Wörsching, VVN-BdA-Pankow

18:45 Uhr

Andacht in der Alten Pfarrkirche Pankow, Breite Straße 37
mit dem Zeitzeugen Kurt Hillmann
Moderation:
Ruth Misselwitz
Musikalische Begleitung:
Hardchorella (Leitung: Bettina Kurella), Erich-Fried-Chor (Leitung: Andreas Bunckenburg)

 

Die Kommission für Bürgerarbeit gibt gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow und dem VVN-BdA- Pankow am Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust dem notwendigen Erinnern einen Ort, einen Raum und eine Gestalt mit der nunmehr 22. Lichterkette.
Nach der Auftaktveranstaltung am ehemaligen jüdischen Waisenhaus ziehen die Teilnehmer weiter mit Kerzen zur Pankower Kirche. Auf dem Wege wird es einen Halt mit Redebeiträgen vor dem ehemaligen Gartenhaus von Garbaty geben. Auf der Kreuzung wird der Verkehr für eine Gedenkminute unterbrochen. Im Anschluss findet in der Kirche eine Gedenkveranstaltung mit einem Konzert statt.
Wir rufen alle demokratisch gesinnten Menschen dazu auf, sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Fremdenfeindlichkeit, einer Umdeutung der jüngsten Geschichte und eines verstärkten Nationalismus mit ihrer Teilnahme an der Gedenkveranstaltung für ein solidarisches Miteinander in unserem Stadtbezirk zu engagieren.
Die Veranstalter verstehen somit die 22. Lichterkette nicht nur als eine Erinnerung an die Vergangenheit, sondern als ein Handeln für eine friedliche und menschenwürdige Zukunft aller Menschen in unserem Stadtbezirk.

Der 27. Januar ist seit 1996 offizieller Gedenktag in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1999 gestalten engagierte Pankowerinnen und Pankower eine Lichterkette in ihrem Stadtbezirk, um an die Befreiung von Auschwitz durch die sowjetischen Soldaten zu erinnern.
Es geht aber nicht nur um das Gedenken für die ermordeten jüdischen Mitbürger und die anderen Opfer, sondern auch um das Verdeutlichen, dass die Herausforderungen nicht aufhören, ja leider augenscheinlich wachsen. Deshalb wollen wir mit dieser Veranstaltung einen Beitrag für das Zusammenleben der Menschen in gegenseitiger Akzeptanz leisten, gleich welcher Herkunft, Religion und Lebenseinstellung sie sind.